Montag, 9. September 2013

kuddelmuddel im realitätstunnel

ich bin ja eigentlich gerade gar nicht so für "ernste gedanken" aufgelegt.

ich knabbere im grunde eher an ein paar cliffhangern, mit denen george rr martin mich bis zum erscheinen des nächsten teils von "feuer und eis" zurückläßt. oder an den unterschieden zwischen "under the dome" und dem buch.

ben guckt gerade star wars filme ...

gewichtigere fragen also als denen, wer denn nun die wahl gewinnt, warum wer sie besser nicht gewinnen sollte oder gar der, was ich davon halte, daß die jungs von der NSA machen, was eben geht

davon kann man ja im grunde nur überrascht sein, wenn man entweder naiv ist, gerne negativen aspekte ausblendet oder sich "über so was" noch nie gedanken gemacht hat. was ja auch in zukunft wohl auch die meisten gerne weiter so halten möchten.

weil: erstens ist es vollkommen egal, wer die wahl gewinnt - deutschland ist im pausemodus, wir bewegen uns weiter rückwärts richtung zukunft, also, verdammt noch mal: was soll's? und zweitens, wenn die NSA damit aufhört, wird sich ein anderer finden, der macht, was eben geht. facebook?

und dann kommst du und macht mir ein schlechtes gewissen ;-)

wo war ich auf der demo? und wieso habe ich keine meinung?

also, vorab und ohne eine analogie provozieren zu wollen: die letzte demo, an der ich teilgenommen habe, da ging es darum, daß in china panzer über den platz des himmlichen friedens fuhren ... und im nachhinein, 25 jahre später, halte ich das für eine ausgemachte dummheit, daran teilgenommen zu haben ...

weil dich das jetzt irritiert, muss ich es wahrscheinlich erklären - das war dumm, weil ich nicht 25 jahre in die zukunft gucken konnte. hätte ich gesehen, daß da heute junge leute in rockbands spielen, im internet an diskussionen teilnehmen. ich kann mir eine fantastillarde "zukünfte" vorstellen, in denen die panzer nicht fuhren, aber die millionenfache menge an blut geflossen wäre.

womit sich die frage nach dem zynismus stellt ...

oder auf welcher seite der zynismus beheimatet ist.

zu demonstrationen, wenn ich schon eine analogie bemühen möchte, fällt mir also im grunde eher der besuch eines festivals ein mit all seinen facetten. das bad in der peer-group, die manifestation eines gedankens, der sich in zukunft noch mal als küger erweisen dürfte als meine damaligen zum tienamen-platz, der madelaine-effekt, also unsere sehnsucht danach, erfahrungen, die uns zu einem bestimmten punkt in zeit und raum stimulierten zu wiederholen ...

allein: der keks "törnt" nicht mehr 

aber, bevor ich hier allzusehr in bereits durchgeknabberte analogien abdrifte:

es geht ja gar nicht darum, daß ich da ein "schlechtes gewissen" haben sollte, müsste oder was auch immer - es geht um die metaebene des katers am day after, wobei ... naja, sich so der eindruck aufdrängt, daß seit "die katze aus dem sack" ist, so etwas wie eine alles umfassende "katerstimmung" herrscht, die unbedingt durch ein gesteigertes aufkommen an frischen katzenbildern bekämpft werden muss.

bei gelegenheit ...

eigentlich ist das mit der "katerstimmung" euphemistisch.

es herrscht eigentlich eher allerorten gepflegte depression, der aufprall der "wirklichkeit" auf das, was man als geschlossenes weltbild in seiner tunnelrealität mit dem verwechselt, wie weit das land, in dem man wohnt, sich halt entwickelt hat, bzw. eben nicht.

die differenz zwischen dem, was man nur allzugerne als "wir" begreifen würde, es aber nicht kann, weil ...

weil die "anderen" so verdammt "anders" sind

und schon fängt der "kuddelmuddel" an ..

es gehörte für mich jedenfalls zu den entscheidenden erkenntnissen überhauot, zu verstehen, daß "andere anders" sind. vorher neigte ich zu der idee, daß alle im grunde irgendwie so sind wie ich.

also nett.

"gut".

verdammt, heute weiss ich im grunde nicht mehr, was das denn bitte schön ist "gut".

wenn man "gut" sein möchte hat man ja direkt ein schild am buckel, auf dem "gutmensch" steht und jeder dir stundenlang erklären kann, warum die dinge, von denen du denkst, sie seien "gut" oder "richtig", sich als grundfalsch und verheerend erwiesen haben. zahlen. daten. fakten.

stundenlang. tun sie ja auch. in jedem blog, jeder kommentarspalte.

von den eigenen erkenntnissen in sachen "gut" und "richtig" einmal abgesehen, die mich relativ "immun" halten gegen diese vorträge, stellt sich ja - um nicht lange darum herumzureden - die frage, warum "unsereins" sich eigentlich immer solche fragen selbst stellt und - wenn man zu so etwas wie selbstkritik fähig oder über ein ausreichendes quantum an selbstironie verfügt - auch zu halbwegs brauchbaren einsichten kommen kann ...

du dann aber damit konfrontiert wirst, daß "der andere" sie dir stellt ...

wohlverstanden: es gibt wie immer und von allem so'ne "andere" und so'ne.

es gibt die, die "anders" sind, aber dann doch an ähnlichen dingen hängen, wie man selbst. die dem, was sie für das "gute" halten und es eine ausreichende schnittmenge an gemeinsamen vorstellungen vom "guten" gibt.

und es gibt eben die, mit denen die schnittmenge eher gering ist.

dumm an der sache ist, daß es schon mal so aussehen kann, als sei sie größer, weil die selben begriffe verwendet werden. noch dummer, wenn man mit diesen begriffen sozialisiert wurde und sie nun "okkupiert" sehen muss. oder zu "memes" verkommen.

alt68er zb.

mich gruselt immer, wenn ich irgendwo was lese, in dem sich irgendjemand über die "altlinken" oder die "68er" vom stapel läßt. in der regel sind das leute, die nur eine vorstellung von etwas haben und nun - aus den verschiedensten gründen - nun über "die 68er" schimpfen.

keine ahnung warum, ich mag die 68er.

wenn ich ströbele wählen könnte, er wär' mein favorit.

was nicht heisst, daß ich nicht scharf mit ihnen ins gericht gehen könnte, aber ... und das macht wohl den unterschied ... ihnen das recht auf irrtum zugestehe.

die hatten ja damals kein wikipedia. oder google.

okay, "recht" hatten die schon.

klar, das ist eine grundeigenschaft der deutschen auf der gedankenautobahn, das man "recht" hat. heute "beweist" sich das halt leichter, die fehler sind ja gemacht und offensichtlich, aber ... mal ehrlich, was macht unserem nationalcharakter mehr spaß als darauf herumzuhacken, daß der andere ziemlich falsch lag.

sind eh immer "die anderen"

um die kurve zu kriegen, warum in dieser art öffentlichem dialog es einerseits immer "die anderen" sind, die diese bohrenden fragen stellen, und sich andererseits die "gutmenschen" dann gefälligst mal fragen sollten, warum sie verdammtnochmal so viele fehler gemacht haben ...

also, ich sehe die falle, in die ich mich freiweillig begeben würde, wenn ich mich auf diese endlosschleife einliesse, deren kern darin besteht, daß ich mir fragen stellen würde ...

und der andere sich eben keine.

ich hoffe, die kurve war nicht zu hart.

aber das ist so eine der sachen, die ich in der diskussion bei mspro, auf die mich claudia aufmerksam gemacht hat, zuallererst einmal bemerke: kommentare dienen oft eigentlich nur der abgrenzung. "wir" wären ja schon viel weiter, wenn "die und die" nicht " so und so" wären.

"die" (wahrscheinlich "altlinke" und "alt68er") sind so, igitt, "antiamerikanisch" ... das steckt auch irgendwie was "antisemitisches" drin. martin niemöller muss mal wieder für die rechte von verfemten minderheiten wie den maskulisten herhalten ...

warum eigentlich nicht für die rechte von pädophilen???

ah, geht gerade nicht. gar nicht cool. wo doch DIE grünen, du weisst schon ...

okay, aber für die maskulisten.

auch wenn ich den unterschied nicht verstehe.

es geht um die "froihoit". meine natürlich, du hirni.

arschlöcher halt mit speziellen sympathien oder antipathien.

die grünen selbst finde ich soweit ganz okay ...

halt der ganz große kuddelmuddel

im grunde will ich da so wenig "dazu gehören" wie mspro.

nicht, weil "die und die das und das machen oder eben nicht". antiamerikanisch, antimaskulinistish, antisemitisch oder einfach nur doof sind und von nichts eine ahnung haben ...

mir reden einfach zu viele leute dummes zeugs, weil sie die gedanken nicht auseinander halten können und über die begriffe stolpern und sich dann darin verheddern. ich glaube nicht, daß etwas "gemeinsam" zu erreichen ist, wenn das "gespräch" nur dazu dient, den jeweils anderen zu erklären, wo sie nun irren, man selbst wiederum recht hat ...

und bloss noch nicht verstanden hat, daß man es einfach noch nicht verstanden hat

oder einfach keine ahnung. daß der eigene kommentar nur der demonstration der eigenen speziellen kenntnisse oder interessen gewürzt der abgrenzung gegen alle "anderen" dient, weil die alle keine ahnung haben. was weiss ich? ich habe keine ahnung.

ich weiss nichts über mein gegenüber, ich lese seinen text und stelle fest, er ist gar kein er sondern eine sie. oder umgekehrt, und die geschichte, die ich eben noch gestrickt habe, wäre besser eine hose statt eines rocks geworden. ein fehler. machen wir alle. ich denke, das nennt sich "projektion".

dabei ist "der andere" immer "anders" ...

mir bereitet das immer große probleme, spontan aus "dem anderen" das herauszufiltern, was von "relevanz" ist.

oder, schlimmer noch, warum es das sein sollte. ich neige da zunehmend zur ungeduld.

an der stelle ist dann das gerede von den "altlinken", den "alt68ern" für mich immer von nutzen.

ich bin ja mittlerweile faul geworden, was meine bereitschaft angeht, die motive von jemandem zu ergründen, der sich in so was versteigt. muss ich wirklich herausbekommen, ob er sich jetzt eigentlich nur an einen falschen ort verirrt hat, an dem er oder sie denkt, mit springer parolen beindrucken zu können. oder sich damit brüstet, der dummdreisten propaganda all derer auf den leim gegangen zu sein, die nie ihren frieden damit machen könnten, daß das land nach 68 die fenster aufgemacht und den mief unter den talaren vertrieben hat?

keine ahnung, wie es vorher war? aus dem osten und den ganzen spaß verpasst? einfach nur zu jung und uninformiert? linksparteianhänger oder neu geborener pirat, der sich so zwanghaft von den grünen abgrenzen muss? antifemistisches uboot, das verstanden hat, daß man die verwirrung am besten im teich der anderen streut?

keine ahnung, ehrlich, keine ahnung.

ist mir aber auch egal.

weil - wie auch immer - mir das zu dumm ist und rein gar nichts damit zu tun hat, daß man gemeinsam dagegen angehen will, daß es in amerika offensichtlich einen geheimdienst ausser kontrolle zu geben scheint, der auf der basis von dem unheil, daß dubya, der präsident gewordene schimpanse den seinen als kur gegen das übel des weltweiit operierenden terrorismus verordnet hat, komplett ausgetickt z u sein scheint.

seitdem sind ja alle irgendwie ein bißchen gaga und ausser kontrolle.

ich kann mir schon vorstellen, daß obama selbst peu a peu erst versteht, um was es geht und darauf ... na wie wohl ... mit katzenbildern aka der bombardierung eines bösewichts reagiert.

lieblingsgeschichte?

also ich mag bei ra wilson vor allem die, in der ein ufo neben zwei nonnen landet.

worüber werden die nonnen reden?

über die jungfräulichkeit mariens, über was denn sonst?

oder eben über katzenphotos.

oder darüber, warum die anderen arschlöcher sind, mit denen man nichts zu tun haben möchte, oder warum gerade die rechte von arschlöchern von pfarrer niemöller in den heiligenstand gehoben worden sind. weil wir unbedingt die rechte von kleinkarierten maskulisten verteidigen müssen. aber aus irgendeinem mir nicht verständlichen grund nicht die von pädophilen. oder leuten, die sex in der badewanne mit hackfleisch haben.

und überhaupt, der niemöller. war der nicht evangele. gibt's bei denen überhaupt heilige?

du verstehst?

gemeinsam?

soviel pillen kann man gar nicht produzieren, um diesen hyperaktiv schnatternden haufen halbwegs gebändigt zu bekommen.

schlimmer noch, statt klarer gedanken herrscht vor allem so etwas wie die "gefühligkeit" einer zu konditionierenden masse, die auf "los! tränen!" spontan losheult und sich verdammt gut fühlt, wenn die eigenen tränensäcke am ende am tiefsten hängen.

ich kann also nur zu gut verstehen, wenn sich mspro unwohl fühlt.

es gibt keine "netzgemeinde".

das ist ein unorganisierter in einzelstämme zersplitterter haufen, der in erster linie sein eigenes süppchen, die eigene wichtigkeit, den eigenen grad an "durchblick" zelebriert oder den laden eben dazu missbraucht, den grad und das ziel der "gefühligkeit" zu manipulieren.

und sich eben zuerst einmal abzugrenzen.

einfach ein bißchen stimmung machen will, indem er seine eigenen projektionen in die gegend pusten muss, denn er
hat aber keine Lust eine Partei zu wählen die ihn als Nazi beschimpft wenn er weiter “Zigeunerschnitzel” sagt
aha. wie dummdreist ist das denn, bitteschön?

da passt ja dann der noch dreistere versuch, niemöller für die maskulisten einzunehmen perfekt.

vor, sagen wir einmal 13 jahren hätte ich gedacht "oh, ein troll", vor 20 wäre "sowas" noch in der kneipe geblieben und hätte um die herrschaft am stammtisch gekämpft. heute wird er gefüttert und ernst genommen. jedenfalls niemand, mit dem ich groß was gemeinsam hätte.

nicht weil er oder sie ein "nazi" wäre, sondern schlicht weil er oder sie "dumm" ist und seine/ihre eigenen ängste nicht von dem, wovor er sich wirklich fürchten sollte, unterscheiden kann oder ganz bewusst den hecht im karpfenteich spielen muss. little miss bin ich nicht schön? ob mit oder ohne gehänge ...

oder einfach nur von der jungen union dahin geschickt.

oder von einer agentur.

oder einem dienst.

weiss man das heute.

muss man das lesen?

nein.

[PS]

na gut, ich will nicht allzu kokett daherkommen, mich interessiert natürlich heute auch die frage, was man gerade so über den hirntod zu denken beginnt. sollte man alles wissen, nicht nur, weil dieses land gerade sich in diesem zustand befindet.

aber wen intererssiert das schon. das ist alles so unmöglich & sinnlos

katzenbilder!!!!

[PPS]

ich spiele mit dem gedanken eine top 100 der beiträge von ralph sina zu erstellen, in denen er detailliert beschreibt, welchen tiefpunkt obama gerade erreicht hat. das wird mir angesichts der großen auszuwertenden menge nicht leicht fallen ...

obwohl, folge ich sina, sich obama mittlerweile viermal durch den globus gegraben haben müsste und sich nun auf der bahn zum uranus befinden dürfte. ich verzichte also gerade mal auf dieses vorhaben, obwohl ich sicher bin, daß die zur auswahl stehenden beitrage sich in einem jahr wohl um ein paar tausend erhöht haben dürfte, gefühlt jedenfalls.

wenn obama mal ordnungsgemäß aus dem amt scheidet, wird sina einen beitrag "wie ich alleine obama fertig gemacht habe" schreiben.

obwohl, ich befürchte, den hat er schon fix & fertig in der schublade ...

Kommentare:

  1. mspro hat die Kommentarfunktion geschlossen! Ich wunder mich, denn klassiche GETROLLT hat ja eigentlich niemand. (vielleicht ja nur vorüber gehend, wg. der "brisanten" Themen...)

    Nun, dafür schreibst DU umso mehr - SO VIEL, dass ich (nicht nur bei diesem Beitrag) in die Bredouille der Frage komme: was von alledem kommentiere ich jetzt? Sind ja so unglaublich viele Ansätze, noch dazu mit Links zu ebenso langen Texten... dabei bin ich eine, die selber nicht zum Kurztext neigt, doch das Lesen bei dir untergräbt diese Selbsteinschätzung! Bin offenbar doch eine Art Kurztextlerin, kommt halt drauf an, womit man vergleicht! :-)

    Mir lag es ferne, dir "ein schlechtes Gewissen" zu machen! Gehe selber nur sehr selten auf eine Demo, und sehe den Sinn der Sache recht pragmatisch. Es ist nun mal ein Mittel klassischer "Politik von unten", möglichst massenhaft gegen einen Missstand auf die Straße zu gehen. Erst wenn das passiert, merken die herrschenden Politiker so richtig auf...

    In Zeiten des Netzes ist "Demo" aber gleichzeitig auch ein Medienbruch, eine Geste, die gerade Netz-Affine immer weniger drauf haben: Im Real Life rumlatschen? Ja warum das denn? Ist doch so aufwändig und anstrengend... und online kann man doch viel genauer sagen, was man denkt und warum!

    Petitionen, Kampagnen - all das gewinnt locker ein Vielfaches an Unterstützung. Ist ja nur ein Mausklick - und gibt das Gefühl, sich eingesetzt zu haben. Nur dass es eben kaum bemerkt wird, solange man nicht den physischen Körper auf die Straße bringt - extrem old school, aber was will man machen?

    Und wenn es nun mal dazu kommt, dass mir etwas so stinkt, dass ich diese Mühe auf mich nehme (zumindest partiell, muss ja nicht durweg mitlatschen..), dann erwarte ich von den Mitdemonstrierenden nicht viel. Sie müssen nicht meine Freunde werden, wir sind nur gegen diesselbe Sache. Reicht doch!

    Dass in zwanzig Jahren (toi toi toi) vielleicht trotz andauernder und massiv ausgebauter Überwachung noch Menschen Spass am Leben haben, ist mir kein Grund, heute nicht DAGEGEN zu sein. Die Freiheit, die ich kenne, ist eine andere als die, die dann noch möglich ist. Und ich will nicht, dass die Schere im Kopf, der voraus eilende Gehorsam jegliche Bewegung und Äußerung bestimmt: Überwachung macht unfrei - deshalb ist es (für mich) völlig ok, dagegen zu demonstrieren.
    Was NICHT heißt, dass mir alle faulen Säcke, die daheim bleiben, unsympathisch sind! :-) In Berlin bin ich ja auch privilegiert und muss nicht reisen.

    "Netzgemeinde"? Eher "Szene", nämlich jener, die sich abseits der Mainstreammedien zu den Themen des Gemeinwohls äußern, insbesondere zur Netzpolitik wg. ihrer überragenden Bedeutung für diese Form der öffentlichen Kommunikation. Und ja, die ist natürlich total vielfältig, zersplittert, in vielen Dingen uneins - aber sie existiert.

    68er-Bashing find ich auch immer blöd - und uninformiert, denn ich denke, kaum einer der Kritiker würde heute in einer Welt, wie sie VOR dieser Kulturrevolution war, leben wollen!

    Genug für jetzt. Danke, dass du auf den Anlass so umfänglich eingegangen bist!

    Hier noch ein interessanter Artikel von Sascha Lobo über die neue Qualität des Miteinanders in den NEtzen:

    "...was dort sichtbar wird, gehört zum Erstaunlichsten, was das Netz bereithält. Die erste Überraschung ist, dass die eigenen Freunde, die man doch irgendwie zu kennen glaubte, im Detail absonderliches Zeug von sich geben. Es wird deutlich, wie sehr man sich sein Umfeld zurechtgebogen und in soziale Wunschförmchen gepresst hat. "

    Die Mensch-Maschine: Lob der Okayheit

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    1. hey, das mit dem "schlechten gewissen" war ein scherz, deshalb auch das smiley ;-)

      bei mspo habe ich nicht kommentiert, ich bin bei frau dingens gelandet und ...

      http://frau-dingens.de/?p=2596#comment-18919

      fand mich in einer kiste wieder. vielleicht ist es ja diese sehnsucht, andere in eine kiste zu stecken als teil der projektion, die man sich von anderen so macht, das eigentliche problem.

      in sofern past das sacha lobo zitat sehr gut ...

      ich hab' noch mal geantwortet und packe die antwort mal gerade hier rein

      -------- snip -----------

      schön, dass du dann doch noch eine kiste gefunden hast, in die ich passen könnte.

      vielleicht ist es ja dieses speedlabeling, dieses “ich weiss schon, was du für einer bist”, das ein großteil der probleme erst erzeugt. haben wir keine, die uns nicht leiden können, dann machen wir uns eben welche ..

      viel spaß damit (der maskulismus und seine bösen folgen)

      ------------ snip ------------

      was das textvolumen angeht ... naja, ich fange an zu denken und während ich es denke, schreibe ich es halt auf ,,, ich bin da völlig plan- und ziellos, höchstens noch ein bißchen davon getrieben, irgendwie die kurve zu kriegen.

      oder, naja, vielleicht auch der versuch, das wenige, was vielleicht relevant sein könnte, unter einem haufen von katzenbildern zu versenken ;-)

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