Donnerstag, 17. Juni 2021

die "systemische herausforderung"


r/DErwachsen - [meinung] die "systemische herausforderung"

Die Nato sieht im Vorgehen Chinas in politischen, wirtschaftlichen und militärischen Fragen für sich “systemische Herausforderungen”.

Diese Formulierung findet sich im jüngsten Entwurf für die Erklärung des Gipfels der Allianz am Montag. Reuters konnte den Entwurf einsehen. Die Erklärung wollen die Staats- und Regierungschefs der 30 Mitgliedstaaten zum Abschluss des Gipfels verabschieden.

“Chinas erklärte Ambitionen und selbstbewusstes Verhalten stellen systemische Herausforderungen für die regelbasierte internationale Ordnung und relevante Bereiche der Sicherheit der Allianz dar”, heißt es in dem Entwurf. Zudem wird darin kritisiert, dass China sein nukleares Waffenarsenal schnell erweitere, seine Truppen auf undurchsichtige Weise modernisiere und mit Russland militärisch zusammenarbeite. (artikel bei reuters)

ich bin hier in der garage die tage - was nicht unbedingt "normal" ist - während eines gesprächs über china laut geworden - vor allem aber wegen der wohl von der kanzlerin durchgesetzte formulierung der "systemischen herausforderung", die mein gesprächspartner mit einer (imho vollkommen hysterischen) chamberlain-analogie bedachte.

das ist mir unfassbar auf den wecker gegangen, weil ich darin nicht nur die hysterische art, wie dinge gelabelt werden und ein vollkommen überhitztes klima geschaffen wird, erkannte, sondern weil ich diese art, das, was am montag(dienstag passiert ist, komplett falsch zu interpretieren, ziemlich gefährlich finde.

imho ist sie teil eines propagandistischen versuches, die welt in einen neuen kalten krieg zu treiben. und an der stelle habe ich, was montag, die kanzlerin und das was da pasiserte meine eigene sicht, dieich so seltsamerweise nicht lese oder zu hören bekomme.

ich fang' mal vorne an: witzigerweise springt mir, wenn ich den auftritt von biden betrachte, dieses blld durch den kopf

r/DErwachsen - [meinung] die "systemische herausforderung"

genau: (dwsw) rempelt sich durch ne gruppe von staatsmännern nach vorne: "hoppla hier komme ich!" und - irrerweise-verstehe ich bidens "the US is back" (und wir sind natürlich die chefs hier) als eine vielleicht charmantere, aber nicht minder endeutige attitüde eines machtanspruchs. inclusive des versuches eine neue "coalition of the willing" zu schmieden, die jetzt halt statt in den irak in einen feldzug gegen die beiden bösen im spiel - china und russland - zu führen.

so weit so gut und so auch in etwa medial kommuniziert.

die reaktion auf dieses "hoppla-hopp hier komme ich"-manöver wiederum müsste eigentlich jeden, der bei so was hinguckt, ziemlich überraschen. statt einfach onkel joe hinterherzudackeln, froh, daß der boss of the US nicht mehr (dwsw) heisst sondern der liebe uncle joe ist, geben ihm die anderen freundlich aber bestimmt zu verstehen, daß sie schon mal auf diese nummer hereingefallen sind und wissen wie sie endet. und daß man ja mittlerweile auch in sachen libyen nicht unbedingt den volltrotteln blair und sarkozy gefolgt ist oder dem druck aus den USA.

imho verbietet sich die analogie mit chamberlain. ich biete statt dessen die wunderbare szene, in der joschka fischer auf der münchner sicherheitskonzept, rumsfeld sein "I'm not convinced" geradezu ins gesicht spuckt ...

... und in diesem moment deutschland international vom großen bruder emanzipiert.

für genau das halte ich auch den moment am montag: als einen, in dem sich die EU und die NATO vom großen bruder emanzipieren. ihm freundlich aber bestimmt signalisieren "schön, daß du wieder da bist, aber denk bloß nicht, daß wir dir hier den platz freigehalten haben, damit du uns schon wieder in irgendeine scheisse reinziehst. die dinge haben sich geändert. wir spielen jetzt 21. jahrhundert und nicht mehr letztes jahrtausend - das spiel ist nicht mehr "the great game", es heisst jetzt kooperation. deal with it!"

im grunde, seien wir doch ehrlich, gibt es zukunftsmodelle, in denen "g*d's own country" nur noch ne heruntergewirtschaftete, gesellschaftlich von politischen idiotenkämpfen zerrissene klitsche ist, in dem - warum nicht? - ein putsch stattfinden könnte und am ende haben dort leute den finger am knopf, die - warum nicht? - den rest der welt, vor allem uns mit ihrem arsenal an atomaren penissen dazu zwingen, nach ihren regeln zu spielen.

ich setze jedenfalls nicht viel auf die rückkehr der USA zu business as usual. und mich erinnert der auftritt von biden eher an den (dwsw)-wegrempler. dem, wie die NATO und die EU das nun tun, formulierungen entgegenzusetzen, die nicht nur china auf augenhöhe respektiert sondern vor allem in das neue spiel der weltweiten kooperation einzubinden versucht, kann ich ne menge abgewnnen.

auch der ziemlich klaren unterscheidung zwischen einem seit einem jahrzehnt aggreisven "gegner" russland und eben dem "systemische herausforderung" findet meinen respekt. hier sind leute am werk, die sich der typisch amerikanischen haudrauf-"logik" wiedersetzen.

na gut, lassen wir noch den küppersbusch spotten, ist ja nur meine persönliche meinung und ich wollte sie nur mal so posten ;)

 

Mittwoch, 9. Juni 2021

Sonntag, 30. Mai 2021

Montag, 24. Mai 2021

happy birthday, dear bobness

artwork: snoid studios


Klaus Walter

1.  His Bobness zum 80.: Dylan-Hits für andere

2. His Bobness zum 80.: Dylan in Black

3. His Bobness zum 80.: Dylan und seine Anti-Liebeslieder

4. His Bobness zum 80.: Dylan als Influencer deutscher Popmusik 

5. His Bobness zum 80.: Songs über Bob Dylan

Das Phänomen Bob Dylan - Eine Diskussion mit Abschweifungen

Wann immer die Rede auf Bob Dylan kommt, entsteht Zwietracht. Welche Phase? Welcher Song? Welche Wahrheit? Gewaltig sind die Projektionen, gewaltig auch die Enttäuschungen, die die Inszenierung Dylan hervorruft. Die Studiorunde nutzt Dylans Werk als Trampolin, um sich den von dem Dichter und Musiker ausgelösten Wellen zu widmen.

 Poet, Prophet, Protestsänger - Der Mythos Bob Dylan (8)

Er sei der "Homer unserer Zeit", der "Picasso der Musik", schlicht der "größte Sänger der Rockgeschichte" - kaum ein anderer Musiker wird von seinen Fans so messianisch verehrt wie Bob Dylan. Am 24. Mai wird der Songwriter 80 Jahre alt. Was ist geblieben vom dem einst so zornigen Rebellen? Fordert seine Musik uns heute noch heraus? Michael Risel diskutiert mit Maik Brüggemeyer - Musikjournalist beim "Rolling Stone", Prof. Dr. Susan Neiman - Leiterin des Einstein Forum Berlin, Willi Winkler - Journalist und Dylan-Biograph

Als Bob Dylan zu Kreuze kroch - die religiöse Biografie des Songwriters (Mense, Thomas) 

Buch 'Forever Young' - Was sagen Politiker*innen über Bob Dylan? (Kressmann, Philipp) 

 



moebius/giraud an pfingsten

 


Sonntag, 25. April 2021

Samstag, 24. April 2021

milva ist tot

auch hier: wer??? 

ich frage mich ja noch heute, warum mütter, die mit ihren liedern aufgewachsen sind, ihren töchtern die kraft, die in milva steckte, nicht weiter gegeben haben. und statt dessen lieber bauchtanzkurse in der VHS besuchten ...
 



Mittwoch, 21. April 2021

jim steinman ist tot

der, der diese großartige minioper geschrieben hat, für die ich ihm noch heute dankbar bin:



Freitag, 2. April 2021

die NGO zur family tradition

 

Random Acts of Kindness - Nett sein, einfach so

Eine Organisation aus den USA bewirbt das Prinzip willkürlicher, netter Gesten. Wer mit Altruismus nichts am Hut hat, kann das auch für sich selbst machen.

In Pandemiezeiten geht es vielen Menschen schlechter als vorher. Eine Idee, die Situation für diese Menschen, aber eigentlich alle etwas zu verbessern, kommt aus den USA: Einfach mal spontan, willkürlich, anlasslos nett zu jemandem sein, und zwar unabhängig davon von, ob wir diese Person kennen oder nicht. "Random Acts of Kindness" nennt das die gleichnamige Organisation, die sich in den 90er-Jahren in San Francisco gegründet hat.

 

 

Montag, 29. März 2021

moebius am ... na gut ... montag

 

und: happy birthday, lieber e. garkäna

may you stay forever young



Sonntag, 21. März 2021

Donnerstag, 18. März 2021

21/21

 wie die zeit vergeht und trotzdem alles still steht ...


Dienstag, 16. März 2021

kitschig!!!

 

 
happy birthday, liebe frau wang (1). es ist so wunderbar, daß es dich gibt!
 


Sonntag, 7. März 2021

Mittwoch, 3. März 2021

bunny wailer ist tot

 

hier ist der rest dieses wunderschönen albums

und wenn wir schon dabei sind: vor 30 jahren starb serge gainsbourg


ja, schon klar, das ist der mit "je t'aime ... mois non plus" /seufz

nein das ist der, dieses kleine wunderwerk namens "l'histoire de melodie nelson" gemacht hat - und wenn du die knappen 30 minuten hinter dir hast, verstehst du, warum "je t'aime" wunderschön ist, aber leider nur zweite wahl.

seite 1

seite 2

serge gainsbourg, das ist dieser kleine jude mit hakennase, der zuerst brigitte bardot flachlegte und dann jane birkin. das ist der, der eine alte version der "marseillaise" ausgrub, sie mit sly & robbie als roots reggae vertonte und damit den hass der rechten auf sich zog.

Following harsh and anti-semitic criticism in right-wing newspaper Le Figaro by Charles de Gaulle biographer Michel Droit, his song earned him death threats from right-wing veteran soldiers of the Algerian War of Independence, who were opposed to their national anthem being arranged in reggae style. In 1979, a show had to be cancelled, because an angry mob of French Army parachutists came to demonstrate in the audience. Alone onstage, Gainsbourg raised his fist and answered: "The true meaning of our national anthem is revolutionary" and sang it a capella with the audience. The soldiers joined them, a scene enjoyed by millions as French TV news broadcast it, creating more publicity

das ist eine szene, die mich immer noch zu tränen rührt: die musiker, die sich backstage verschanzen und nur der kleine jude mit hakennase, der alleine auf die bühne geht, mit der gitarre und die versammelten hasser dazu bringt, mit ihm zusammen die "marseillaise" zu singen. das greift tief in mein herz und ich muss heulen.

aber ja, okay, "je t'aime ..." und so ...

Sonntag, 28. Februar 2021

Freitag, 19. Februar 2021

U-Roy ist tot

 U wer?

 

Der jamaikanische Reggae-Pionier Ewart "U-Roy" Beckford ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 78 Jahren in dem karibischen Inselstaat, wie die Plattenfirma Trojan Records am Donnerstag mitteilte. Die jamaikanische Zeitung "The Gleaner" schrieb, Beckford sei nach einer Operation in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Kingston gestorben. Die Todesursache wurde zunächst nicht mitgeteilt

Beckford, auch "Daddy U-Roy" genannt, galt als Pionier des Sprechgesangsstils "Toasting", der beim Reggae und in verwandten Musikrichtungen wie dem Dancehall zum Einsatz kommt. Ihm wird daher auch eine Vorreiterrolle bei der Entstehung des Hip-Hop zugeschrieben. Im Laufe seiner langen Karriere arbeitete Beckford mit Größen der jamaikanischen Musik wie Lee "Scratch" Perry, Peter Tosh und Toots and the Maytals zusammen. quelle

 



 

Mittwoch, 17. Februar 2021

Supergirl Françoise Cactus (stereo total) ist tot

Diese Nachricht ist ein harter Schlag, man mag das kaum glauben. Françoise Cactus ist tot, gestorben am Mittwochmorgen im Alter von 57 Jahren in ihrer Wohnung am Kreuzberger Oranienplatz.

Dabei meint man, sie doch erst vor kurzem noch ganz fidel und aufgekratzt, wie es zumeist ihre Art war, beim Berliner Sender „radioeins“ gehört zu haben, wo sie einmal im Monat eine Sendung hatte und am kommenden Dienstag wieder zu hören gewesen wäre. (quelle)

verdammt! stereo total hatten gerade eine ihrer besten platten, "Ah! Quel Ciinema!" (2019) gemacht mit ua. dem wunderbaren hass-satellit

 

die frau war auch eine meiner vielgeliebten radio-autorinnen. was für ein verdammter verlust!

Sound der Nachwendezeit: Zum Tod der 'Stereo Total'-Sängerin Francoise Cactus   

Zum Tod von Francoise Cactus: Florian Werner liest noch einmal 'Hass-Satellit' 

Zum Tod von Francoise Cactus: 'Unbekümmertheit, die nie banal war'

Samstag, 13. Februar 2021

cicero vs catilina


 cicero vs catlina vol 1


cicero vs catilina vol 2







Mittwoch, 20. Januar 2021

joker has left the building

clowntime is over

  

best wishes from greta thunberg



Sonntag, 17. Januar 2021

Freitag, 15. Januar 2021

Freitag, 1. Januar 2021

ein frohes neues

 

ich weiss, da gibt es eine menge leute, die über 2020 jammern, und ja, ist ein bißchen nicht wirklich gut gelaufen, aber alles in allem? war nicht ganz soooo schlecht, hätte alles sehr viel schlimmer verlaufen können und wir würden hoffnungslos einer zukunft mit einem orangenen vollidioten entgegentrudeln. also: nicht jammern.

wollen wir hoffen, daß uns 2021 positiv überrascht. bleibt gesund, passt auf euch und die euren auf, ersetzt den defätismus durch etwas mehr gelassenheit und vor allem optimismus, dann wird das schon ;)

ach ja, wem das bild vertraut vorkommt, ja, da war was:

ist übrigens mein lieblings tshirt ;)