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Mittwoch, 11. Januar 2017

fish ... revisited once more

weil ich gerade einen schönen neujahresgruß von lou rat-fischer bekommen habe, habe ich bemerkt, daß ich ("kitsch!", um die werte frau wang zu zitieren) hier auf solchen (ernst gemeinten ...) verzichtet habe - und nutze einfach die gelegenheit mit einer angemessenen rechtfertigung, ihn nachzuholen und ein bißchen werbung für die arbeit von lou zu machen.

Samstag, 28. März 2015

hochverehrtes publikum

danke, ich fühle mich ja schon fast wie tokio hotel, denen es mal - zu meinem entzücken! - gelang, junge franzosen und israelis in sprachkurse zu locken, damit sie - der deutschen sprache mächtig - die texte ihrer geliebten band übersetzen konnten.

das hat mir damals, bei all der landläufig doch eher in richtung hohn und spott tendierenden stimmung in snobistischen kreisen, eine menge sympathie und respekt für diese jungs abgenötigt. und nun dies:


verdammt, ich bin entzückt und hoffe doch schwer, euch - wenn ihr "revolution" gegoogelt haben solltet auf der suche nach anregungen, wie man so was im eigenen land macht, mit ein bißchen anschauungsmaterial versorgt zu haben - oder, wenn ihr das eher unter arbeitstechnischen aspekten betrachten müsst, weil eure software in den alarmmodus hüpfte ("aaaahhhhhh, da hat schon wieder einer 'nashibot' geschrieben und diesen artikel verlinkt (hihi, schrillen die sirenen in der savushkina straße?), euch nicht allzusehr mit arbeit überhäuft habe, weil meine sätze so eklig lang, verschachtelt und wirr sind, daß man einfach - als "bot", vulgo dummes stück software - nicht so recht weiss, was man denn da bitte posten soll ...

Montag, 2. Februar 2015

happy birthday, alfred ...

 
alfred grosser ist 90 geworden, zum geburtstag ein interview mit ihm bei dlf. zur erinnerung: ich hatte hier seine grosse rede in gänze gepostet und ich finde es abartig, diesen großen mann auf seine kritik an israel zu reduzieren - mir war sein wille, die deutsch französischen freundschaft zu fördern, immer wichtiger.

aber hey, andere müssen ja mit angstlust oder schamlust ihre zeitungen verkaufen ...

ach ja, natürlich könnte oder sollte ich heute artikel wie diesen oder diesen oder diesen in den mittelpunkt stellen, aber, naja, das willst du ja alles wahrscheinlich lieber erst gar nicht wissen.

denk' also an deine todo-liste ...

und solltest du dich mehr für das internet und die frage, ob es "kaputt" oder "gescheitert" ist, interessieren, dann gönne diesem podcast eine halbe stunde deiner zeit: "das internet als wille und vorstellung"

Sonntag, 28. Dezember 2014

zweierlei ...

als da wäre das tolle cover, das ich eben bei herrn karl entdeckt habe


und, um meinem drang danach, für andere furchtbar peinliche dinge zu "liken", genüge zu tun, dieses video von der wunderbaren indila mit besten grüßen in einen kleinen elsässer ort an jemanden, den wir hier gerade vermissen ;-)


wobei ich diese version lieber mag als das offizielle video, aber nicht so recht weiss, wie ich es einbinden soll.

Samstag, 16. August 2014

black peter

peter scholl latour ist tot.

über den kann man streiten, ich mochte ihn, so lange ich mich an politisches erinnern kann, einer dieser deutsch-franzosen, an denen mir immer lag. einer mit einem eigenen kopf, nicht immer meiner meinung, aber ... einer den ich immer respektieren konnte.

für den und den guten job, den er gemacht hat, gibt es in meinem musikalischen universum nur ein stück, das halbwegs angemessen zu sein scheint, "black peter" von den grateful dead.


Donnerstag, 3. Juli 2014

alfred grosser spricht

und weil mir persönlich immer sehr viel an alfred grossser und dem, was er zu sagen hat, liegt, gibt es hier heute statt einer eigenen post den text der

Rede bei der Gedenkfeier 

„100 Jahre Erster Weltkrieg“


Es ist eine große Ehre, zum dritten Mal am Rednerpult des Bundestags stehen zu dürfen. 1974 redete ich zum Volkstrauertag. Am 2. Juli 1999, in Bonn, war ich der Letzte, der von dort sprach. Eingeladen von Wolfgang Thierse, hielt ich eine Rede am Tag der offenen Tür. Mein Thema sollte heißen „Bonn bleibt Bonn.“ Ich verlängerte es auf „Bonn bleibt Bonn... in Berlin!“ Dass es so gekommen ist, haben Sie ja vor wenigen Wochen bewiesen, als Sie die fünfundsechzig Jahre Bonner Grundgesetz gefeiert haben. Was das bedeutet – darüber später.

Es soll ja vom Ersten Weltkrieg die Rede sein. Am Anfang eines langen Beitrags über Europa in der FA. vom 21. Mai, hat der überzeugte Europäer Wolfgang Schäuble  geschrieben,

La Grande Illusion, die große Illusion, ist der Titel des Meisterwerks von Jean Renoir (...) Große Illusionen gibt es viele in diesem Film. Wolfgang Schäuble rechnet dazu den Glauben, den guten Willen, die Werte und die Humanität - sie könnten Frieden bewirken.  Ich werde dazu noch zu sagen haben, dass sie doch sehr hilfreich sein können.  Eine weitere Illusion, heißt es dann , ist es zu glauben dass es (...) keinen weiteren Krieg auf europäischen Boden geben könne, weil die wirtschaftlichen Verflechtungen einfach zu groß seien...“

The Great Illusion (auf Deutsch erschienen als „Die falsche Rechnung“), so hieß auch ein Weltbestseller von 1910. Die Überzeugungskraft des Buches von Norman Angell war so groß, dass der Präsident der Stanford University noch 1913  sagen konnte: „ Der große Krieg in Europa, der ewig droht, wird nie kommen. Die Bankiers werden nicht das Geld für solch einen Krieg auftreiben, die Industrie wird ihn nicht in Gang halten, die Staatsmänner können es nicht. Es wird keinen großen Krieg geben“.

Und nun ist vor einem Jahrhundert  der Erste Weltkrieg doch ausgebrochen. Wieso ? Wie? Durch wessen Schuld oder wenigsten durch wessen Verantwortung ? Auf all diese Fragen gibt heute eine Flut von Büchern unterschiedliche Antworten. Ich möchte eins hervorheben, weil sein großer Erfolg in Deutschland so etwas wie eine Wende im Bild  der deutschen Öffentlichkeit bedeutet. Bisher gab es eine Art deutschen Masochismus. DIE Deutschen sind schon lange ein Sonderfall. Nicht nur sind sie kriegslüstern gewesen, sondern sie haben schon mindestens seit dem XIX. Jahrhundert die Juden vernichten wollen. Daniel Goldhagen, dessen Fälschungen bereits damals von der Kanadierin Ruth Birn gebrandmarkt worden waren, zog triumphal durch die Bundesrepublik, von allen gefeiert. Zeigte er doch, wie mörderisch DIE Deutschen schon immer gesinnt waren.