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Sonntag, 12. März 2017

moebius am sonntag


überraschung! wer hätte das gedacht ... ist leaken also doch noch zu was nützlich.

Donnerstag, 24. November 2016

gibt's doch gar nicht

diese bots, die einem nur vorgauckeln, man rede mit einem menschen, und, darüber ernsthaft nachzudenken, ob ggfl. nicht ein überraschender ausbruch von des "volkes wille" sondern vielleicht eine manipulation über das ergebnis einer wahl entscheiden, auf so eine blöde idee können nur die verzweifelten letzten clinton fanboys kommen ...

wo doch jeder weiss (oder es in den klugen blogs und medien so erzählt bekommt) ... daß demokraten zu einer aussterbenden spezies gehören und natürlich jeder lernen sollte, solche figuren wie trump, erdogan oder putin zu lieben und dem dümmsten pack auf der straße zuzuhören ... und natürlich ausschließlich "clinton-fanboys" (die letzten ihrer art, also nur noch ein paar dutzend ...) interesse haben könnten an korrekten wahlen - wo doch ein gefühlt richtiges ergebnis allen gelegenheit geben, sich tagtäglich in immer neuen spekulationen wortreich zu erbrechen. und naja, ein gespräch mit einem bot gibt einen nur das gefühl, jemand wolle überhaupt mit einem reden, wen interessiert schon der mittlerweile durch ignoranz angerichtete schaden?

von bedeutung ist immer nur, wem und was man bedeutung verleiht.

Donnerstag, 10. November 2016

1913

war ein wunderbares jahr, wie uns florian illies in seinem lesenswerten buch "der sommer des jahrhunderts" so spannend nacherzählt. erfindungen wurden gemacht, grenzen überschritten, neues ausprobiert ... ein füllhorn kleiner und großer wunder ... in dem nur ein wort nicht ausgesprochen wurde: krieg.

im januar 2013 hielt jean claude juncker vor der versammelten luxembourger presse eine kleine rede, über die hier eigentlich nur in schangelblogs à la "schwach & sinn" (du erwartest nicht wirklich, daß ich dahin verlinke bzw. den richtigen namen nenne, oder?) "berichtet" wurde. in dieser rede, die ich hier zusammen mit einer wie immer kryptischen und verschwurbelten analyse und prognose erwähnte, bat er die versammelten journalisten, sich doch intensiver mit diesem jahr zu befassen wie RTL luxembourg damals berichtete.

De Premier huet – e bësse prophéitesch – gewarnt, d’Joer 2013 kéint e Virkrisejoer ginn wéi d’Joer 1913, wou all Mënsch u Fridde gegleeft huet, ier de Krich koum.

der premier hat - ein bißchen prophetisch - gewarnt, das jahr 2013 könne ein vorkriegsjahr werden wie das jahr 1913, wo alle menschen an den frieden geglaubt haben, ehe der krieg kam.
gepostet oder darüber gesprochen wurde diese rede (fast) nur von hysterischen bloggern mit aluhüten ... und das ist schade, weil auch ohne aluhut und bei nüchterner betrachtung der dinge, die um uns passieren, war seine timeline vielleicht ein bißchen zu kurzatmig und eher dem zahlenspiel 2013 = 1913 geschuldet, aber ... die dinge sind seitdem nicht besser geworden, eher schlechter ... und auch wenn prognosen über die zukunft immer schwierig sind, weil sie sich eben mit dingen befassen, die (noch) nicht passiert sind - hinterher ist man ja immer schlauer und hat alles schon immer gewusst - sollten wir die warnung nicht in den wind schlagen. sie ist aktueller denn je - und je eher man sich ihr mit kühlem kopf stellt, um so bewusster lebt man vielleicht in der zeit, die einem eben noch so bleibt.


Montag, 13. Juli 2015

gerhard zwerenz ist tot

gedichte sind nicht jedermanns sache. seine waren meine.

quelle: spiegel

danke für momente brutaler schönheit und die ganzen "versauten stellen", auch wenn es mehr gibt, weshalb ich noch lange an ihn denken werde

ach ja: es gibt immer noch keine russisch gesteuerte kampagne oder gar putintrolle.

Montag, 6. Juli 2015

mama in the box

tiger-lilli (aka lillifee) und ihr zweiter (& letzter wurf) sicher in der box (photo von frau wang)

ach ja, es gibt immer noch keine russischen trolle im internet, das ist eine üble verleumdung der "lügenpresse", die sich sowas doch nur ausdenkt, um gegen "die russen" zu hetzen.

immerhin: die bloggosphäre entdeckt (mal wieder) etwas, das man "hatespeech" nennt und befüllt es mit den belegen aus der jeweils eigenen echokammer gleichgesinnter. das ist etwas, worüber man jetzt mal ein paar tage reden wird und das dann auf halde gelegt werden kann, damit wir in eins zwei jahren mal wieder ein thema für's hamsterrad haben.

ich setze bewusst keine links, weder auf mein gejammer seit 2005 noch auf die aktuellen beiträge, aber daß ich hier für die verantwortung der medien, ihre kommentarbereiche zu pflegen, und ganz allgemein für mehr "zensur!" in dieser sache plädiere, sollte sich rumgesprochen haben. aber hey, wir haben ja "die freiheit der rede" und hinter so was kann man die eigene verantwortung so prima verstecken wie hinter einem begriff wie "antiautoritäre erziehung".

und deshalb: katzenphotos ...

Freitag, 12. Juni 2015

ich weiss gar nicht....

was die bloß haben, die im EU parlament, plötzlich und so ganz aus heiteren himmel in russland keinen "strategischen partner" mehr sehen zu wollen und so gemeine sachen zu sagen wie
"MEPs are also alarmed that Russia is positioning itself as a challenger of the international democratic community and its law-based order and is supporting and financing radical and extremist parties in the EU. They call for a coordinated mechanism to be set up by the Commission and EU member states to monitor financial, political or technical assistance provided by Russia to political parties and other organisations in the EU and to assess its influence over political life and public opinion. The Commission should also propose legislation ensuring the full transparency of political funding and financing of political parties in the EU by stakeholders outside it, MEPs say."
nein, ist ja nicht wahr! sowas machen die doch nicht ... oder? ... und die vorstellung, daß im "cyberkalifat" vodka getrunken werden könnte, ist auch was, was die franzosem nur schreiben, weil der hollande da täglich bei den zeitungen anruft und denen die NATO linie erklärt.

und bei uns? bald kann unsere vielgeliebte (kinderlose, hihi) regentin ihren wöchentlichen podcast nicht mehr unter die leute bringen, weil das system komplett down ist und schreibmaschinen, um das system mal so richtig angriffssicher zu machen, in der menge wahrscheinlich nur noch aus china zu beziehen sind.

das muss man sich mal vorstellen!

vorstellen kann man sich ja einiges. in hamburg stellt sich zb. so manch einer vor, die dealer schleichen, wenn die todesdroge erst mal in einem coffee-shop frei erhältlich ist, mit rollkoffern durch das schanzenviertel.  schlimmer noch, vielleicht gründen die am ende noch eine kirche ... und verkünden 12 geboten

die welt ist eben manchmal ein verwirrend bizarrer ort, weil sie von menschen bewohnt wird, die sich alles mögliche vorstellen können.und andere leider so rein gar nichs, was jenseits des rosaroten tassenrands passiert.

[ps] was ich mir vorstelle, habe ich eben noch mal bei klaus zu protokoll gegeben. hier frozzele ich ja nur rum ...

Sonntag, 7. Juni 2015

moebius am sonntag: harzach!



das schreit doch förmlich nach einem schönen stück musik, um den gestrigen abend in trauter runde noch mal abzufeiern. was bietet sich da besser an als ryan adams  und emmilou harris im duett?

 

Sonntag, 31. Mai 2015

paranoia zu haben ...

erbloggtes hat mir einen wie immer interessanten kommentar zur vorletzten post geschickt, der mal wieder so komplex ist, daß ich vier fünf antworten als kommentar schreiben müsste und das würde mich rein vom editieren her  einschränken, also widme ich dem kommentar lieber mal ne eigene post. das hier ist also der zweite teil der antwort auf deinen kommentar

[..]  "Der kommende Aufstand"

ich erinnere mich - erinnern scheint so eine der wenigen fähigkeiten zu sein, die ich im übermaß besitze, dieses verdrängen, weil ja gleich die nächste sau, hinter der ich herlaufen soll durchs dorf getrieben wird, ist nicht so mein ding, ich bin da eine beharrliche nervensäge - "damals", als die broschüre erschien, im handelsblatt forum hauste und ein "völker der welt, lest das ding, es wird historisch gesehen mal wichtiger als wir das heute ahnen" kommentierte. das war zu der zeit, als ich ein gutes dutzend exemplare von hessel's "empört euch!" kaufte und an die freunde und verwandten verteilte, da lag es gerade am ersten tag in den regalen ...

das nur als zweites "habe ich es nicht schon ..." und so.

und ja, das ist reaktionärer unsinn und auch wenn william s buroughs zutreffend bemerkt "paranoia zu haben, heisst ja nicht, daß SIEEEE! dich am ende nicht doch kriegen!", ich bin ja nicht paranoid - sondern eben nur eine nervensäge, die ständig sagt: "sollten wir nicht mal drüber reden, was das für uns bedeutet und wie wir den 'großen dialog", den uns das netz erlaubte, im nachhinein bewerten müssen, wenn wir uns die frage stellen müssen, MIT WEM wir dieses gespräch eigentlich führten, kleiner teilnehmer am spiel mit eigener meinung .. oder eben interessengesteuert und in böser, weil manipulativer absicht?"

ich bin ja dann doch so "paranoid", mir vorzustellen, daß wir schon seit gut einem jahrzehnt "angegriffen" werden und - um dir diesen zahn sofort zu ziehen - das nicht nur aus aus st. petersburg. die wohlorganisierten interessensvertreter aus israel oder amerikanischer "think"-tanks oder religiöser gruppen waren, bei genauem hinsehen, ja auch schon vorher bei - sagen wir einmal als beispiel - der "zeit" eigentlich ganz gut auszumachen, tastaturen ohne umlaute waren da sicher nur ein indiz.

Freitag, 29. Mai 2015

ist ja nicht wahr ...

aber nein! aber ja! ooooh ...

neues aus der putinschen trollfabrik, die ja sooo nicht existiert ... naja, wenn man den trollen beim spiegelfechter oder bei telallopis vertraut.

aber nein! aber ja! ooooh ...

kann man verdammt noch mal alles seit mindestens einem jahr in jedem detail wissen. eine diskussion darüber, was es für "unsere" kommunikation online bedeutet, das "wir" seit langem infiltriert sind und "unsere" themen nur teil eines "settings", findet immer noch nicht statt. (hier noch mal meine kleine linkliste vom 14. juni des letzten jahres ...)

aber, hey, ist ja noch zeit für ein bad auf der arche b.

katzenphotos, anyone?

immer noch fuchur (links) & snow (rechts) ihre chefin um den schlaf bringend
wie immer mit einem kleinen danke an caro, die so lieb ist, mich mit photos zu versorgen.

 


Montag, 25. Mai 2015

die helden von telallopis

manchmal ... manchmal kriegt man sie ja dazu, die hose herunter zu lassen ...


na gut, das mit dem foltern ist wahrscheinlich nur so ein joke, ich bin ja nicht soooo humorlos, aber hey, das mit der SED, das glaub' ich ihm sofort. muss ja nicht immer die stasi sein ... und wenn ... die haben es noch nie gebacken bekommen ;-)

einer seiner helden ist ja unterdessen sogar artikel-held beim spiegel.

der artikel und die kommentare sind natürlich ein einziger wahnsinn, der gute ernesto dreht sich wahrscheinlich im grab herum angesichts des vergleichs mit einem faschistoiden gangster, der in einem bandenkrieg um macht & geld geradewegs in eine bombe und die folgende maschinengewehrsalve fuhr.

shit happens. einer weniger.

wie das halt so ist: wer nach dem schwert greift, muss damit rechnen, daß er mal einem in der hand eines anderen begegnet. oder eben einer bombe und einem maschinengewehr. wir lernen: mit so was gibt man sich erst gar nicht ab ... (*)

Samstag, 18. April 2015

ein bißchen hörfutter ...

eine kleine aber kompetente runde zum thema "Gefahr aus dem Netz - Was tun gegen Propaganda und Sabotage?".   ab ca. minute 15 geht es um organisierte beeinflussung, aber, okay, "alles nur propaganda", da hat sicher mutti bei deutschlandradio kultur angerufen, sich eine runde willfähriger lügner zusammengestellt ... langertieferseufer ... wer lieber liest, kann sich ja den artikel auf "cicero" 'reintun aber ich empfehle doch eher das oben verlinkte gespräch von leuten, die was vom thema verstehen.

ah, guck mal: eine schildkröte ... 

 
definitiv mein lieblingsbild des tages, 
ein alter chinese japaner geht mit seinem haustier spazieren
ganz ganz langsam ...

Mittwoch, 15. April 2015

auf dem narrenschiff #23: neiiin! nicht mööööglich!

wenn überschriften den sound einer stimme bekommen könnten, hätte ich für die gerne die von louis de funes. nach gelegentlichen gastauftritten meiner heimlichen "helden", alexandr dugin und igor girkin/strelkow, nun auch noch ein waschechter nashibot in der tagessschau???

ich sehe schon vor meinem geistigen auge die heerscharen von NATO-tricksern, die dieses stück nur gefälscht haben, um den "nützlichen idioten" die gelegenheit zu geben, sie in jedem fiesen detail enttarnt durch die foren der nation zu zerren: doppelschichten voraus, bis so viel worte über diesen kleinen auftritt geschichtet wurden, daß endlich alle wissen: alles nur propaganda. und die kommt immer und überall von "den anderen".

guck mal, ein eichhörnchen ... oh, ist doch nur mein lieblingsrauschebart, der notorische alex.


und, naja, wenn du genau wissen willst, wie sich das ticken der doomsday-clock anhört: rolf clement, den ich schon seit 30 jahren irgendwie nicht mag, ihm aber trotzdem immer fleissig zuhöre  - weil "nicht mögen" ist keine kategorie, wenn jemand, dessen meinung man nicht abkann, andererseits einfach "kompetent" ist - erzählt es dir gerne farbig und faktenreich.

NATO reduziert russische Botschaftsangehörige.

tick tack ...

schon okay, wir haben größere probleme...

[ps] cooool: das research instütüt jedenfalls hat kein problem, erst mal die "whataboutism"-keule rauszuholen und den bösen gedanken schnell totzuschlagen. qed.

[pps] den da, den hat sich die NATO auch nur ausgedacht ...

Donnerstag, 9. April 2015

manchmal dauert es halt jahre

bis eine einsicht wie die, daß das internet jetzt nicht mehr "uns" gehört, sondern "denen" auch dort ankommt, wo sie bei weniger selbstverliebtem optimismus, eben schon lange hätte ankommen können.

als ich sascha lobo's klugen artikel las, musste ich schnell mal meine erste blogpost von 2011 lesen, deren tenor hier in nervtötender beharrlichkeit ein ums andere mal wiederholt wurde und für mich in einem meiner aktuellen lieblingssätz mündet:

"wir haben dem feind eine geladene pistole in die hand gedrückt 
und er sagt nicht mal danke"

und jetzt warten wir halt darauf, daß die dummheit auch hier wortwörtlich zu schiessen beginnt. kann ja nicht mehr lange dauern.

andere sachen gehen schneller. mittlerweile hat sich tatsächlich herumgesprochen, daß nicht nur "five eyes" auf uns ruhen, sondern daß in russischen büros cyberkrieg geführt wird. konnte man so schon vor einem jahr wissen. an orten wie telepolis wird es wohl noch jahre dauern, bis dort weniger alle, die ihren verstand noch halbwegs beisammen haben, als "NATO-trolle" abgekanzelt werden und die, die gezielt und in gähnend langweiliger endlosschleife putins nützliche idioten spielen, das von sich selbst bemerken.

ich warte immer noch auf die diskussion darüber, was das für "unsere" kommunikation der letzten jahre bedeutet, wieviele personen, mit denen man an öffentlichen orten geredet hat, auch wirklich die waren, als die sie sich ausgaben. ob nicht ein gut teil unserer zeit schlicht an "einflussagenten" vergeudet war und wir ihnen erst "bedeutung" gegeben haben.

aber okay, wird wahrscheinlich auch noch ein bißchen dauern ...

bis dahin, musik herr kapellmeister, und weil das mit dem "in der gegenwart ankommen" wahrscheinlich eh wieder länger dauern wird, warum nicht ein schönes konzert von einem, den ich gerade rauf und runter höre. neben seinem namensvetter chilli.

aber den spare ich mir mal für ne andere gelegenheit auf ;-)

lads & gents: jose gonzales



Samstag, 3. Januar 2015

das ohr ist der weg

heute nur mal das neue feature des verehrten walther van rossum, "cryptowars"

Dossier

Crypto wars oder Die Freiheit im Netz
Von Walter van Rossum
Produktion: DLF 2014 
Kryptografie ist eine alte Sache, die sich mit dem Beginn des Internetzeitalters radikal verändert. Jetzt geht es nicht mehr darum, bestimmte geheime Botschaften von Militärs, Diplomaten, Agenten oder Politikern zu ver- bzw. entschlüsseln, sondern die globale Massenkommunikation vor ihrer massenhaften Erfassung zu schützen. Der Kampf um die Offenheit des Internets ist zugleich ein Kampf um den Schutz der Privatsphäre. Das führte zu den sogenannten crypto wars in den 90er-Jahren: Der offensichtliche Versuch, kryptografische Verfahren zur Wahrung der Privatsphäre durch - von Politik und Geheimdiensten - vorgeschriebene Hintertüren zu umgehen. Der alte Kampf der Geheimdienste gegen die Verschlüsselung, die ihren Anspruch, jede Kommunikation lesen und auf alle Daten zugreifen zu können, einschränkt, ist im 21. Jahrhundert in eine neue Phase getreten. Die 'Crypto-Wars 2.0' werden mit geheimen Abhöranordnungen, mit geheimdienstlichem Hacking und dem Einsatz von Trojanern ausgefochten, ebenso wie durch brachiale juristische Maßnahmen zur Knebelung und Verpflichtung der amerikanischen Internetanbieter, auf deren Sicherheitsversprechen sich die meisten Nutzer verlassen. 

Donnerstag, 1. Januar 2015

neujahresansprachen-rant 2015

[caveat: wie immer - lang, ausschweifend, taumelnd, sich in schleifen drehend, das ewig gesagte immer wieder wiederholend, kurz: nervtötend. zu lang. und überhaupt. das musst du dir nicht geben. wenn du es lieber geordnet und kürzer hast, schon gar nicht. das hier ist ein strom von worten, ein dichter strom von klängen und radiostimmen. viele worte. viel text zum lesen und zum hören. viel arbeit. ein sperriger klotz, aber, wie sagte das esther vilar so schön im streitgespräch mit alice schwarzer: "das ist mein mond". 
mach also lieber was sinnvolles mit deiner zeit - ich hätte zur not den swr2 wissen beitrag "liebe ist mehr als ein gefühl" anzubieten, oder, wenn du lieber in sachkundig dargestellte rockgeschichte haben möchtest, klaus walters "meilensteine der rockmusik: die mauer, der osten, der westen" - oder lieber historisch? wie wär's mit dem hintergrund politik "Das Attentat von Sarajewo und der Weg in den Ersten Weltkrieg"??]
musikalische einstimmung gefällig? 
was gäbe es besseres als die grateful dead und ihr ship of fools? 



was ich immer noch nicht verstehe ...

schon okay, ich bin halt manchmal "schwer von kappée" und verstehe viele dinge nicht. im grunde die meisten. und mal ehrlich, 2014, das war so ein jahr, in dem man mit vielem konfrontiert war, das zu verstehen einem schon schwer fallen konnte.

ich will mal gerade nicht darüber herumjammern, daß wir jetzt seit anderthalb jahren die dinge kennen, die uns edward snowden, diesjähriger preisträger der carl von ossietzky medaille, nahe gebracht hat. okay, alle jammern über diese NSA und diesen CGHQ, aber hey, wenn sich jetzt schon der NSA (nicht zu verwechseln mit dem NSU-) ausschuss zur speerspitze aufklärerischen tuns deklariert und snowdon knallhart zum zwerg deklarieren kann, dann ist ja alles in butter, oder?

lean back, alles okay, guck dir noch ne folge "zweieinhalb zwerge und ein trunkenbold" an.

ist ja noch zeit für ein bad.

Dienstag, 30. Dezember 2014

heute bin ich mal faul ...

naja, eigentlich stecke ich knietief in arbeit, aber ich dachte, "hey warum nicht mal was von 'annu dazumals' posten?", am besten einen kleinen kommentar auf dem stilstand von 2013, ante snowden, was meinen ersten satz besonders köstlich erscheinen läßt.

weil aber die ganze diskussion spannend ist, stelle ich den kommentar vom werten @erbloggtes voran, der dieser tage "skeptisch" auf die info, daß gerade an einem propagandabot gebastelt wird, der unsere foren dann automatisch bespielt, reagiert ... und wahrscheinlich auch immer noch nicht so recht daran glauben mag, daß unsere foren, wie etwa das kommentariat der "zeit" längst in den händen feindlicher mächte sind ...

ich mache das jetzt nicht, um meine weise voraussicht in diesen dingen zu dokumentieren, oder weil ich mich morgen in cassandra umtaufen/umwandeln lassen möchte, sondern eigentlich als "futter bei die 140 zeichen fische", die im twitter teich so herumschwimmen und eher nochmal auf die vergesslichkeit des "hamsterrades" zu erinnern und "unser" immer noch fassungslose reaktion auf snowden.

here we go, nachteulen unter sich.
Erbloggtes sagt:
 
Ich halte hardys Dystopien teilweise durchaus für plausibel. Dafür braucht man keine große Verschwörung. Und die Einzelteile, dass jemand Diskussionen auf absurde Weise unter Einsatz verschiedener Rollen zerschlägt, habe ich (andere sicher auch) schon erlebt. Zusätzlich wissen wir, dass die Betroffenen gern versuchen, die Wikipedia nach ihren Wünschen umzuschreiben, und dass dort derartige Sockenpuppen-Debatten ebenfalls stattfinden. Nur der Moment, in dem jemand Geld damit verdient, Foren nach Kundenwunsch zu bearbeiten, ist so schwer zu beobachten. Aber im Fall Wiki-Watch ließ sich der ganze Komplex doch mal beobachten. Deshalb taucht der Name immer wieder in meinem Blog auf, in ganz verschiedenen Zusammenhängen: https://erbloggtes.wordpress.com/?s=Wiki-Watch 

Dienstag, 29. Juli 2014

auf dem narrenschiff #16: krieg spielen

[ caveat: ich weiss nicht, wie rivva auf die idee kommt, hierher zu verlinken. weitergehen! hier gibt's keine erleuchtenden dinge für den schnellen snack zwischendurch, nur jemand, der laut darüber nachdenkt, warum ihn zwei posts von lübberding irritieren. das musst du dir nicht antun ... ]

[ caveat die zweite: wobei, wozu noch viel zeit mit grübeln verbringen, kümmer' dich lieber um deine todo liste ...]

ja, tut mir ja leid, aber wir sind immer noch an bord und ich hoffe mal, du arbeitest fleissig an deiner todo-liste. ich habe gestern jedenfalls noch mal den katalog von steve miller abgearbeitet, mit besonderer betonung auf das erste drittel, also das vor "fly like an eagle". ab da kann ich es eh herunterbeten ...


wo wollte ich hin?

falls ich überhaupt irgendwo hin will und mir eigentlich lieber über etwas klar werden möchte, was mich umtreibt und wie üblich dazu tendiere, rosinante die zügel schiessen lassen, damit sie einen weg aus dem dickicht heraus findet. aber rosinante behauptet, in ihrer familie sei gerade fastenbrechen angesagt und sie hätte keine zeit für kinkerlitzchen wie diese blöden honks im osten der ukraine.

ist das jetzt schon "kriegstreiberei"? oder "propaganda"?

"richtig" oder "falsch"? "wahr" oder "gelogen"?

ist es verdammt noch mal "beweisbar"?

im grunde interessiert das ja eigentlich kein schwein mehr, oder?

die helden von telepolis #2: DJ holzbank

ich sollte da eine reihe draus machen, offene briefe an die helden von telepolis. und weil man ja nie weiss, ob ich nicht schon wieder einen der helden unnötig provoziert habe und die post im nirvana verschwindet und ich zu faul bin, irgendwas anderes hier zu posten ...

hihi

wusste ich doch ...

einer deiner helden, motorola, hat gerade geheiratet ...

ich frage mich ja, was der gesichtsausdruck des herren mit dem blauen hemd mir sagen soll ... "oh die war scharf, als ich sie flachgelegt habe, aber unter einem bürgermeister mit drei jahren hauptschule macht sie das ja nicht mit dem heiraten"? herzlichen glückwunsch, motorola, ich finde ja, es ist schon eine nummer zu schwer, sich nur eine "zu halten". zwei gleichzeitig ist schon - irgendwie - ne leistung in sich ... aber mal ehrlich, so helle sieht die braut ja auch nicht aus, daß sie sich an deiner anderen frau gross stören würde ... lustige hütchen übrigens ...
oki, denn man tau ...

also, ich versuche mal, dir deine situation zu erklären.

fangen wir mal mit was ganz simplen an: andere menschen haben ein
leben, einen job, interessen, freunde, eine frau, kinder, ein langes
leben hinter sich. sie wissen, womit sie den tag sinnvoll füllen, was
wichtig ist, was zählt.

was hast du? ein leben in einem forum, über dessen qualitäten, man
streiten kann. in einer kleinen virtuellen welt, in der sich kleine
jungs (mädels wären sich zu schade für den scheiss) um beweise
balgen, die ihr weltbild bestätigen. in dieser welt, in der es nur
schwarz weiss gibt, nur wahr, richtig, falsch, in der hast du dir
einen kleinen platz erobert. du bist wer, weil du im tp-forum wie ein
kleiner welpe begeistert um einen knochen herumwieselst und damit
andere, die genau so wenig ein leben haben wie du, "beeindrucken"
kannst.

Sonntag, 20. Juli 2014

bild & wort zum sonntag


ich hatte schon viel zu lange keinen moebius mehr auf dem blog ...

Montag, 14. Juli 2014

mein kommentar zu christoph kappes

weia.

lieber christoph,

ehrlich: diese debatte führen "wir" (wer immer das sein mag, leute halt, die sich lange im netz bewegen und es für einen ort hielten, an dem sie mit anderen leuten kommunizieren und dazulernen können) seit 20 jahren.

ich kann das natürlich ncht so schön allumfassend machen, wie plöchinger, oder freundlich wie ben, ich bin mehr so der digressionist und ankekdotenerzähler, carta-fensterreden-inkompatibel

wenn im spiegelforum bei compuserve 1993/94 einer aufkreuzte, sich beklagte, daß in frankfurt schon wieder eine synagoge und natürlich von unseren steuergeldern finanziert, gebaut wird ...

dann konnten wir so einen (ich habe den thread im archiv, wenn dich so was interessiert) umarmen und ihn sanft in die gemeinde derer führen, die versteht, warum so eine bemerkung den einen oder anderen vielleicht verletzt. ja, genau so, ihm freundlich und sanft "anstand" beibringen.

also das, was du da forderst.

zu blöd, heute würde ich das nicht mehr so machen, wie ich das vor zwanzig jahren vielleicht noch konnte.

was du offensichtlich nicht siehst, ist dieser effekt: in einem kommentariat, sagen wir einmal dem handelsblatt, in dem sich zu beginn die üblichen verdächtigen, börsenzocker, wirtschaftsinteressierte, eher konservativ gestimmte über die themen unterhielten, dringt an einem punkt x eine - wohl von seiten wie PI lobotomisierte kleine gemeinde von quartalsirren ein.