Sonntag, 26. April 2015

moebius/giraud am sonntag


wenn du lieber zuhören möchtest und ein bißchen zeit & geduld hast, lege ich dir mal das gespräch, das marco herack mit golineh atai führt an's ohr: es ist hier zu hören und dauert mehr als zwei stunden, die sich allerdings durchaus lohnen.

Samstag, 25. April 2015

der boden ist hier wellenförmig angelegt

bei dr wissen testen sie pilze aus amsterdambesuchen barcelonas gras-vereine, machen sich schlau über die lebenslüge chrystal meth und uns bekannt mit krystle cole, der lsd-königin - kurz, man ist ziemlich abgerauscht.

wir lernen: aus pascal fischer wird nie ein hunter s. thompson ;-)

quelle: http://shirtigo.tumblr.com/

wobei, wenn ich mal kurz so darüber nachdenke, drängt sich mir der verdacht auf, daß diese ganze legalisierungskampagne nur den teppich auslegen wird für gehirndoping. auf die plätze, fertig, los ...

willkommen in der schönen neuen welt. es hätten ja auch die "pforten der wahrnehmung" werden können, aber ... guck dir das internet an und du weisst, wie es enden wird: das rennen nach höher, schneller, schlauer und leistungsfähiger - oder halt mehr geld - ist eröffnet.

deshalb hat andreas weck recht:
Aber genau wie ich Muskelaufbau-Präparate ablehne – weil zwangsläufig jeder Bodybuilder, der irgendwann aufhört zu trainieren und sie absetzt, aussieht wie Jabba the Hutt von Star Wars – lehne ich auch Gehirn-Doping ab.
Vielleicht verkenne ich die Bewegung aber auch. Jede neue Entwicklungsstufe des menschlichen Gehirns ging bislang mit der Nahrung einher. Erst als wir beispielsweise anfingen Fleisch zu essen, begann unser Denkapparat anzuschwellen. Es gibt insofern nicht wenige Personen, die in Ergänzungsmitteln wie Nootropika eine Möglichkeit sehen, dass die Menschheit beginnt, noch mehr aus sich herauszuholen. Dennoch, das herauszufinden, überlasse ich lieber anderen – dafür ist mir mein Gehirn dann doch zu schade. Nennt mich ruhig „spießig!"
diese art von "spießig" ist "das neue schlau"

Montag, 20. April 2015

moebius am ... montag

sorry, aber das wochenende war so dicht gepackt, keine zeit für das netz ... mit einem tag verspätung also ein zufriedener moebius-kater ...

wenn du lieber was liest, wie wär's mit diesem interview mit noam chomsky, der dir gerne erklärt, warum wir 3 minuten vor 12:00h auf der doomsday-clock stehen.

Samstag, 18. April 2015

och nö, echt?

Quelle

nach den juristen nun auch noch die ökonomen? bis jetzt konnte man ja denken, daß jahrzehntelang gepflegte dummheit so etwas wie "artenschutz" geniesst ... und nun das? wo soll das alles noch enden?

dürfen dann bald alle kiffen, alle ausser den berliner lehrern?

[nachtrag] thomas pigor hat den dazugehörigen song komponiert 

ein bißchen hörfutter ...

eine kleine aber kompetente runde zum thema "Gefahr aus dem Netz - Was tun gegen Propaganda und Sabotage?".   ab ca. minute 15 geht es um organisierte beeinflussung, aber, okay, "alles nur propaganda", da hat sicher mutti bei deutschlandradio kultur angerufen, sich eine runde willfähriger lügner zusammengestellt ... langertieferseufer ... wer lieber liest, kann sich ja den artikel auf "cicero" 'reintun aber ich empfehle doch eher das oben verlinkte gespräch von leuten, die was vom thema verstehen.

ah, guck mal: eine schildkröte ... 

 
definitiv mein lieblingsbild des tages, 
ein alter chinese japaner geht mit seinem haustier spazieren
ganz ganz langsam ...

Donnerstag, 16. April 2015

das ohr und so ...

ist mal wieder der weg, weshalb ich dir heute das - wie immer gelungene - feature "Der Dàoismus - Dem Leben seinen Lauf lassen" von claudia simone dorchain aus der reihe br wissen an selbiges lege. ob du dann noch die krude mäandernden nachbemerkungen, die rein gar nichts mit dem feature zu tun haben, dàoistisch (durch nicht tun) ignorierst, soll mir recht sein.

als dàoist sollte ich mich nicht ärgern. aber, hey, ich bin kein mönch in versenkung oder auf einem fernöstlichen trip, im westlichen "hier und jetzt" und, naja, es gibt immer wieder sachen, die mir irgendwie zuwider sind und zu fragen führen wie "wieso ist das bloß so?". also, warum ist mir einer, der mir mal lieb war, plötzlich so fremd, ja gradezu peinlich, weil ich an seiner kompetenz zu zweifeln beginne. einer wie rolf hochhut. hey, den habe ich immer gemocht und jetzt habe ich einen text gelesen und bin, wie soll ich es sagen, irritiert.

ein vielgeliebtes, gehegtes und getätscheltes motiv, um für die politik putins erklärungen zu finden, eigentlich ist es das zentrale motiv, ist ja die frage "wer hat eigentlich angefangen?" und die darauf folgende antwort "der westen! der hat russland eingekreist ...". als zeuge dieses erklärmusters wird ein mann herangezogen, michail gorbatschow, der mir wie dem großteil der welt auch mal lieb war ... naja, lieber war mir immer seine frau ;-)

Mittwoch, 15. April 2015

symbolbild des tages


bitte! nicht! ausziehen!

auf dem narrenschiff #23: neiiin! nicht mööööglich!

wenn überschriften den sound einer stimme bekommen könnten, hätte ich für die gerne die von louis de funes. nach gelegentlichen gastauftritten meiner heimlichen "helden", alexandr dugin und igor girkin/strelkow, nun auch noch ein waschechter nashibot in der tagessschau???

ich sehe schon vor meinem geistigen auge die heerscharen von NATO-tricksern, die dieses stück nur gefälscht haben, um den "nützlichen idioten" die gelegenheit zu geben, sie in jedem fiesen detail enttarnt durch die foren der nation zu zerren: doppelschichten voraus, bis so viel worte über diesen kleinen auftritt geschichtet wurden, daß endlich alle wissen: alles nur propaganda. und die kommt immer und überall von "den anderen".

guck mal, ein eichhörnchen ... oh, ist doch nur mein lieblingsrauschebart, der notorische alex.


und, naja, wenn du genau wissen willst, wie sich das ticken der doomsday-clock anhört: rolf clement, den ich schon seit 30 jahren irgendwie nicht mag, ihm aber trotzdem immer fleissig zuhöre  - weil "nicht mögen" ist keine kategorie, wenn jemand, dessen meinung man nicht abkann, andererseits einfach "kompetent" ist - erzählt es dir gerne farbig und faktenreich.

NATO reduziert russische Botschaftsangehörige.

tick tack ...

schon okay, wir haben größere probleme...

[ps] cooool: das research instütüt jedenfalls hat kein problem, erst mal die "whataboutism"-keule rauszuholen und den bösen gedanken schnell totzuschlagen. qed.

[pps] den da, den hat sich die NATO auch nur ausgedacht ...

Montag, 13. April 2015

statt ...

eines nachrufs ... heute ist mal wieder so ein tag für nachrufe ... aber was soll ich ihm schon nachrufen? daß ich komplett den respekt verloren habe, als die hose unten und drunter einer war, der verschwiegen aber immer die moralkeule parat hatte? moral ist keine einbahnstrasse und wenn man erst mal ne ausnahme macht, kann man die regel gleich vergessen. ach was, sollen andere machen, ist okay für mich, nur ich, ich habe dafür nicht mal platz in meiner playlist bei tv3 ...

aber: ich hätte da statt dessen einen schönen comic von caza. wenn ich mal mit moebius am sonntag "durch wäre", läge einiges von ihm oben auf dem stapel ...


der beste kommentar stammt von chili gonzales: " i love grass!" oki. geht durch ;-)

Sonntag, 12. April 2015

moebius am sonntag



2nd jam @ the waschküche ...

und wieder mal haben sich geistesfunk die waschküche leergeräumt (verdammt, die hätte ich auch putzen sollen ... was macht das denn für einen eindruck, eine ungeputzte und unaufgeräumte waschküche?) und jammen neben einem verbeulten fahrrad ... dem mann mit der halskrause geht es btw. gut und er darf am montag den elvis machen, der das gebäude verlassen hat.


na gut, weil die waschküche alles andere ist,
aus werbetechnischen gründen & als appetizer "die villa"


und wenn ich schon reklame mache, warum nicht noch mal für sinalco fluor s. 
die kannte vor sieben jahren, wenn man damals google befragte, 
auch fast niemand jenseits des hinterwalds ...


und um den sound und die verständlichkeit des clips dieser version
die nicht von mir stammt, ein bißchen zu updaten, hier schnell zwei stücke 
von meinem 98er rip des "Die Großen Hits von Morgen Gestern"-Tapes 
hochgeladen, sicher nicht die soundqualität des von v7  geplanten vinyl-release ...


aber immerhin besser als der bisherige nuschelige rip.

Freitag, 10. April 2015

ein beispiel, wie es funktioniert

mein mitbewohner hatte diese woche einen unfall.

darüber berichtete eine online seite und es gab zwei kommentare
meckerfritz
Wenn der Radfahrer die rote Ampel wirklich übersehen hat… Man kann jeden Tag viel zu viele Radfahrer sehen, die eine rote Ampel nicht kennen und halsbrecherisch über die Straßen und Gehwege und Zebrastreifen fegen.
Man wundert sich, dass nicht noch mehr passiert.

halsbrecherisch über Gehwege, das habe ich erst letztens am Verteilerkreis erlebt ein Ninja Radfahrer schwarz gekleidet dunkles Bike , kein Licht ohne zu schauen über den Zebrastreifen gebrettert , es war dunkel er war kaum zu sehen, wie dumm muss man sein sowas zu machen und er hatte Glück dass er nachdem ich vorbei war über den Zebrastreifen fuhr , ich bremse nämlich nicht mehr für Radfahrer die meinen auf dem Zebrastreifen Vorfahrt zu haben.
soweit so gut, ich habe dann dort auch kommentiert ...
ah, es beruhigt mich doch ungemein, sofort mitfühlende menschen lesen zu können, die noch nie für einen kurzen moment unaufmerksam waren, die nie einen unfall haben werden und für deren radfahrende kinder (sofern sie mal welche haben sollten) dann auch kein autofahrer bremst, weil - sind die doch selbst schuld, wenn sie nicht aufpassen.

ich lege euch mal diesen artikel von sacha lobo ans herz, damit ihr wisst, was aus euch wird, wenn ihr diese art "meinungsäußerung" weiter so herzig "pflegt"

im moment ist es noch dumme häme, aber das mit dem hass, das wird, wenn ich euch beide so lese, schon noch ...
 mein kommentar wurde nicht veröffentlicht ...

na gut, dieses eine ...


die anderen aus dem ersten wurf von tigerlili/lillifee's erstem wurf, 
die behalten wir, egoistisch wie wir sind, für uns ;-D

Donnerstag, 9. April 2015

manchmal dauert es halt jahre

bis eine einsicht wie die, daß das internet jetzt nicht mehr "uns" gehört, sondern "denen" auch dort ankommt, wo sie bei weniger selbstverliebtem optimismus, eben schon lange hätte ankommen können.

als ich sascha lobo's klugen artikel las, musste ich schnell mal meine erste blogpost von 2011 lesen, deren tenor hier in nervtötender beharrlichkeit ein ums andere mal wiederholt wurde und für mich in einem meiner aktuellen lieblingssätz mündet:

"wir haben dem feind eine geladene pistole in die hand gedrückt 
und er sagt nicht mal danke"

und jetzt warten wir halt darauf, daß die dummheit auch hier wortwörtlich zu schiessen beginnt. kann ja nicht mehr lange dauern.

andere sachen gehen schneller. mittlerweile hat sich tatsächlich herumgesprochen, daß nicht nur "five eyes" auf uns ruhen, sondern daß in russischen büros cyberkrieg geführt wird. konnte man so schon vor einem jahr wissen. an orten wie telepolis wird es wohl noch jahre dauern, bis dort weniger alle, die ihren verstand noch halbwegs beisammen haben, als "NATO-trolle" abgekanzelt werden und die, die gezielt und in gähnend langweiliger endlosschleife putins nützliche idioten spielen, das von sich selbst bemerken.

ich warte immer noch auf die diskussion darüber, was das für "unsere" kommunikation der letzten jahre bedeutet, wieviele personen, mit denen man an öffentlichen orten geredet hat, auch wirklich die waren, als die sie sich ausgaben. ob nicht ein gut teil unserer zeit schlicht an "einflussagenten" vergeudet war und wir ihnen erst "bedeutung" gegeben haben.

aber okay, wird wahrscheinlich auch noch ein bißchen dauern ...

bis dahin, musik herr kapellmeister, und weil das mit dem "in der gegenwart ankommen" wahrscheinlich eh wieder länger dauern wird, warum nicht ein schönes konzert von einem, den ich gerade rauf und runter höre. neben seinem namensvetter chilli.

aber den spare ich mir mal für ne andere gelegenheit auf ;-)

lads & gents: jose gonzales



Dienstag, 7. April 2015

rosinante rides exportabel

wenn ich schon mal bei genova kommentiere, weil mich andré da hingeschickt hat, will ich rosinantes kleinen ausritt dort hier nicht unterschlagen, weil als kleine standortbestimmung auf der basis lustiger geschichten aus den GAZ, in denen alles noch besser war, ist es ja durchaus brauchbar ... und wenn ich schon die aufmerksamkeit der massen besitze, weil ich mal wieder einem großkopferten ans bein gepinktelt habe (*), sollte das ausreichen, sofort alle neu hinzugekommen "leser" umgehend zu vertreiben ;-)
ah, schön. 

ich liebe diskusionen, in denen alle so tun können, als hätten sie was duchdacht ;-)

also, ich war mal maoist. so um 1972 rum. da war ich 16 oder so. ich hatte diese kleine maobibel, die hatte mir in der bonner innenstadt jemand an einem stand geschenkt. kpdml. coole jungs. tolles buch. “fisch im wasser”, wow, standen echt dolle sachen drin (schade, daß man schrift nicht mit sprachsound unterlegen kann, ich hätte hier gerne den klang von robert w. kemper, wenn er über den fund der wannseeakten spricht …).

an der revolution (sprich der erstürmung des bonner rathauses) konnte ich leider nicht teilnehmen, ich war klosterzögling bei den redemptoristen (lustigerweise zur selben zeit wie michael kühnen, aber der war externer, leider nie kennengelernt, den kerl, der war da in der prima kurz vor’m abi und ich in der sekunda) und durfte nur sonntags raus. also bin ich in die JU eingetreten und hab wahlkampf für barzel gegen brandt gemacht und mich bei ner brauereibesichtigung volllaufen lassen. mann, ich wusste voll bescheid.

wenn ich also hier lese, wer was ist, muss ich kichern. jeder empfindet sich als was, findet ein paar grundideen gut und füllt den rest mit dem auf, was er sich so vorstellt. um wirklich was zu “sein” oder zu “werden” braucht man ganz ganz ganz viel zeit. und die, herrschaften, ich bitte euch, die verbringen wir im netz mit dem erzählen, was wir sind … gucken uns noch einen porno an … eine staffel “the walking dead” … schmökern in der zeitung herum … hören eine schöne platte … unser blick streift die gesamtausgabe der marxchen werke, die wir mal, weil wir geld zu viel hatten, uns gegönnt haben und die jetzt zustaubt … gucken noch mal auf #ckbook, wer gerade online ist und erzählen dem, “ja, ich bin marxist”.

Montag, 6. April 2015

Lieber Fefe, nachdem du für deine ...

äußerungen mal wieder irgendwas ("irgendwas" ist ja immer, und es gibt auch sicher äußerst gelangweilte mitmenschen, die dir für das sammeln dieses "irgendwas" dankbar sind) wurdest ... reite ich mal die welle, die du machst.

zunächst: danke für die geradezu kindliche offenheit, in der du einen kleinen FAQ in sachen "binäres denken" zum besten gegeben hast und so eine anleitung zur (hüstel) "meinungsbildung" in dieser wunderbaren welt des internet zur verfügung stellst, in der du das wesentliche noch einmal schön wie folgt zusammenfast
Seine Meinung muss man sich erarbeiten.
Mein Verfahren dazu sieht so aus:
  1. Ich schaue mir an, was die Mehrheitsposition ist.
  2. Dann versuche ich, die Gegenpositionen zu vertreten.
  3. Eine Nacht drüber schlafen.
  4. Am nächsten Morgen weiß ich dann hoffentlich, welche Position mich mehr überzeugt
So funktioniert bei mir Meinungsbildung und Wahrheitsfindung.
ich muss sagen, das hat mich in seiner schlichten schönheit fast erschlagen ... äh ... ganz schön zum lachen gebracht. ist ja nicht so, als ob ich das nicht schon immer geahnt habe, aber ehrlich?

so viel herzige offenheit, das muss man erst mal können.

ich helfe dir also mal beim denken, indem ich dich allgemein verständlich "übersetze"

1. ich gucke mal so, was die masse so denkt
2. ich find's scheisse und bin so kuhl, das genaue gegenteil zu vertreten
3. ich schlaf drüber
4. ich werd wach, weiss daß meine meinung mich immer noch
   am meisten überzeugt und bleib dagegen

habe ich da was falsch verstanden?

weil, daß du mal den mut gehabt hättest, eine "mehrheitsposition" zu vertreten, habe ich irgendwie verpasst. was sicher daher kommt, daß ich nach jahren deinen kram nur noch sporadisch inspiziere, weil es sooooo wangleidig ist, dieser selbstgefälligen pose des "ich bin dagegen, weil dagegen ist sooo was von kuhl, aber so was von ..." beizuwohnen.

öööööööde. wangleidig. aber so was von.

Sonntag, 5. April 2015

moebius am sonntag

 via: biblioklept
als kleine referenz für ein bild im werden,
das mich zu tränen rührte, als ich die fische sah